 |
 |
 |
 |
 |
Liebe Stranderinnen und liebe Strander, wir begrüßen Sie herzlich auf der Internetseite der SPD Strande. An dieser Stelle möchten wir Sie regelmäßig über unsere Aktivitäten informieren. Sie können uns auch jederzeit persönlich ansprechen, wir sind für Sie da.
|
 |
|
|
SPD informiert: Gedenkstätte für Seebestattete am Bülker Huk
Die anderen Fraktionen der Gemeindevertretung streben an, am Bülker Huk auf der Aussichtsplattform unterhalb des Leuchtturms eine Gedenkstätte für Seebestattete zu errichten. Dies soll in Zusammenarbeit mit der Deutschen Seebestattungs-Genossenschaft (DSGB), einem Zusammenschluss des Bundesverbandes der Deutschen Bestattungsinstitute erfolgen. Geplant ist eine Stele in Form eines Schiffsrumpfes aus Marmorstein. An beiden Seiten sollen Bronzetafeln errichtet werden, in die die Namen der Seebestatteten, die dafür zahlen, eingraviert werden. Erst sollen es 4 Tafeln werden, später soll die Option zu Erweiterung bestehen. Finanziert werden soll die Stele von der DSGB, die ihre Kosten (und mehr) über den Verkauf der Namensplätze auf den Bronzetafeln decken will. Der Umwelt- und Bauausschuss hat in seiner letzten Sitzung einstimmig das Vorhaben im Grundsatz befürwortet. Dennoch sieht die SPD dieses Projekt grundsätzlich und im Detail kritisch. Da unser Antrag auf Einwohnerversammlung zu dem Thema bislang abgelehnt wurde, möchten wir Sie auf diesem Wege informieren.
Positiv ist zu sehen: 1. Durch die Trauernden erschließen sich Erwerbsmöglichkeiten für Gastronomie und Hotellerie. 2. Die Finanzierung der Anlage an sich belastet nicht die Gemeinde. 3. Die Verarbeitung sieht hochwertig aus.
Aus SPD-Sicht überwiegen die Probleme: 1. Ein paar Worte zum sozialen Aspekt und zur Pietät. Menschen, die sich für eine Seebestattung entschließen, wollen im Allgemeinen gerade keine Gedenktafeln, keine Blumen, keine Steine. Und diesen Wunsch der Seebestatteten sollte man respektieren. Es gäbe sonst viele andere Möglichkeiten der Bestattung. Die wenigsten Bürgerinnen und Bürger, mit denen wir gesprochen haben, befürworten eine solche Gedenkstätte in Strande. 2. Der Platz ist ein Problem: Dieser Platz ist ein Platz der Muße und Freude. Spaziergänger und Fahrradfahrer halten an und erfreuen sich an Schiffen und dem Meerblick. Es ist ein Platz des Ausruhens, der Fröhlichkeit, auch des Lärms. Dieses soll jetzt mit den Bedürfnissen von Trauernden in Übereinstimmung gebracht werden. Gedenken, Ruhe, ein Ort des Innehaltens. Das passt nicht zur Fröhlichkeit, Muße, Spaß. Lachende Sommerausflügler vs. Trauernde. Das passt nicht zusammen. Deshalb sollte- wenn das Projekt weiter betrieben wird, nach einem geeigneteren Platz Ausschau gehalten werden. 3. Die DSGB will die Anlage bezahlen. Wer aber bezahlt den Einsatz zur Reinigung des Platzes? Schon heute werden Blumen dort abgelegt. Ein solcher Platz lädt geradezu dazu ein, Blumen und Kränze abzulegen. Von Grafiiti wollen wir gar nicht reden. Die Reinigung müsste nach bisherigen Vorstellungen die Gemeinde zahlen.
|
|
|